Welche Vorteile bietet Zeitarbeit für Auftraggeber?

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Die Corona-Krise beweist wieder einmal eindrucksvoll, dass sich Arbeit eben doch nur begrenzt planen lässt. Während in manchen Branchen immer mehr Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden müssen, können sich die Kolleginnen und Kollegen in Krankenhäusern oder Supermärkten kaum vor Arbeit retten. Auf den Straßen sind tausende Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer täglich bemüht, die Versorgung sicherzustellen, einige Transportunternehmen in der Automobilbranche fürchten hingegen um ihre Existenz.

Aber auch ohne Krise ist ein variabler Personalbedarf nicht ungewöhnlich. Die Auswirkungen äußern sich zum Glück nicht immer gleich so dramatisch. Zudem sind solche Phasen nicht völlig unplanbar. Beispielsweise in der Landwirtschaft kommt es vielmehr regelmäßig zu Saisonarbeit. Eine kurzfristige und vielversprechende Lösung für dieses Problem kann Zeitarbeit sein. Trotzdem setzen sich viele Arbeitgeber nach wie vor nicht entsprechend mit dem Thema auseinander.

Wie funktioniert Zeitarbeit?

Unter Zeitarbeit, auch Leiharbeit oder Arbeitnehmerüberlassung genannt, versteht man grundsätzlich die Dreiecksbeziehung zwischen:

  • einem Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer)
  • der von seinem geregelten Arbeitgeber (Verleiher) befristet und gegen Entgelt
  • einem Dritten (Entleiher) überlassen wird.

Leiharbeit ist stets nur vorrübergehend möglich. Die gesetzliche Frist liegt bei einer Höchstüberlassungsdauer von 18 aufeinanderfolgenden Monaten bei demselben Entleiher. In einigen Branchen gibt es Abweichungen, Näheres dazu regeln einzelne Tarifverträge. Zudem ist Arbeitnehmerüberlassung genehmigungspflichtig. Die entsprechende Erlaubnis müssen allerdings die Verleiher einholen, sodass den ausleihenden Unternehmen kein Mehraufwand entsteht.

Wann ist Zeitarbeit sinnvoll?

Die Gründe für Zeitarbeit sind vielfältig. Einige sind branchenspezifisch, andere marktabhängig und manche betreffen auch nur einzelne Unternehmen. Daher lohnt es sich, genauer hinzusehen.

  • Auftragsspitzen und Saisongeschäfte: Ein besonders häufiger Fall für Arbeitnehmerüberlassung sind Auftragsspitzen oder Saisongeschäfte. Ein überdimensionaler Auftrag, der fristgerecht ausgeführt werden muss oder das alljährliche Weihnachtsgeschäft können Unternehmen vor die Herausforderungen stellen, kurzfristig größere Personalkapazitäten schaffen zu müssen. Zeitarbeitskräfte bieten hier eine passgenaue Lösung dar.
  • Wachstumsphasen: Selbst geplante Wachstumsphasen bringen häufig die Schwierigkeit mit sich, dass der spätere Personalbedarf nicht abzusehen ist. Auch hier können Leiharbeitnehmer den zusätzlichen Workload schultern, ohne sich selbst oder den Arbeitgeber besonderen Risiken auszusetzen. Die Unternehmen bleiben unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Entwicklung flexibel und können die überlassenen Arbeitnehmerinnen und -nehmer bei Bedarf dauerhaft übernehmen oder auf ihre Hilfe verzichten, ohne sie in die Arbeitslosigkeit entlassen zu müssen.
  • Ausfallbedingte Personalengpässe: Je nach Größe des Unternehmens können aber auch lange Krankheitsausfälle oder Teil- und Elternzeiten die Arbeitnehmer vor Herausforderungen stellen. Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen plötzlich nicht wie gewohnt zu Verfügung und nicht immer können die verbleibenden Kollegen die Last alleine tragen. Oft ist auch nicht absehbar, wann ausgefallene Leute zurückkehren und welche Perspektiven sich demnach für Ersatzeinstellungen bieten würden. In der Regel ist es aussichtslos, jemanden zu finden, der sich ohne Absicherung auf diese Perspektive einlässt. Auch hier sind Leiharbeitskräfte eine vielversprechende Alternative. Denn für den Fall, dass die Arbeitnehmerüberlassung endet, kümmert sich der Personaldienstleister um Folgeaufträge.
  • Probleme im Recruiting: Gerade bei kleineren Betrieben kommt es oft vor, dass die Personalabteilung – sofern es sie überhaupt gibt – mit dem Recruiting nicht hinterherkommt. Wenn Personaler ausfallen oder der Bedarf so steigt, dass die Abteilung nicht so schnell wie nötig neue Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter einstellen kann, können Personaldienstleister den Unternehmen unter die Arme greifen und geeignete Kandidatinnen und Kandidaten vermitteln.

Wir helfen Ihnen gerne

Ob im akuten Bedarfsfall oder zur Vorbeugung: Unternehmen sollten sich stärker mit dem Thema Leiharbeit auseinandersetzen. Dabei ist es wichtig, einen erfahrenen Personaldienstleister zu Rate zu ziehen, um im Notfall einen verlässlichen Partner für Personalanliegen an ihrer Seite zu wissen. Sollten auch Sie Hilfe benötigen, sprechen Sie uns an. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen unter +49 (0) 6571 95522-0 oder info@elsen-pm.com jederzeit zur Verfügung.

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